hamburg
germany

Kulturelle Bildung

Leselotte - Picknick mit Büchern

Heike Roegler

Sommer, Wochenende und ein paar schöne Bücher ...

Die Seiteneinsteiger haben sich dazu ein tolles Angebot ausgedacht. Im Rahmen von Sommer in der HafenCity ist die Leselotte mit Picknickdecken, Strandmuscheln und Naschereien dabei.

Besucher sind Kinder und ihre Erwachsenen. Sie kommen vorbei, entdecken Bücher und lesen sich entspannt auf der Wiese fest.

Es macht großen Spaß das Angebot zu betreuen. Inzwischen kennen wir gar schon einige der Besucher, die gerne immer wieder kommen.

Die weiteren Termine in diesem Jahr sind der 9. Juli und der 27. August.
Ich freue mich schon drauf.

Talking about reading promotion with editors from south-east asians

Heike Roegler

As part of a study trip for asian children book editors - organized by the Frankfurt Book Fair - I got the opportunity to meet and talk with these very interested and kind people. My part was to talk about reading promotion, especially in the field of digital reading promotion.

We were meeting at the betahaus, a coworking space in Hamburg.  Together with Philipp Knodel from AppCamps we presented some of our work.

During our talk we discovered through all the differences we all have the the same interests,  which is working with teachers, educators and parents to promote and teach story telling in the digital era, and basically how to create emotions and fun by reading and getting into the world of fantasy and creativity.

A gift from Thailand

Vivian Maier. Fotografia

Heike Roegler

Ein Bild in einem Artikel in der Süddeutschen Zeitung über Vivian Maier ließ mich hängen bleiben, lesen und schauen.

En Bild, das ich in einer Liste aktueller Ausstellungen in Rom wieder sah. Es ist ein Selbstporträt von Vivian Maier mit ihrer Kodak Brownie Box Kamera.

So richtig bekam ich den Artikel von damals nicht mehr in meinem Kopf zusammen. Das machte aber nichts. Das eine Foto reichte, um ein Besuch im Museo di Roma in Trastevere zu planen.

Sonntagmorgen, die kleinen Straßen um das Museum herum sind gefüllt mit Straßenhändlern und schlendernden Touristen. Das Museum liegt ruhig mitten im Getümmel. Eine kleine Schlange im Kassenbereich, der auch Shop ist, und eine Treppe sind zu bewältigen und man steht vor den Bildern.

Der einleitende Text (italienisch und englisch) umschreibt kurz und knapp das Leben von Vivian Maier, die keine professionelle Fotografin, sondern Kindermädchen und Haushaltshilfe war.

Und dann steht man vor den Bildern, die einen in die Welt auf den Straßen Vivian Maiers ziehen.

Die Ausstellung befindet sich im Erdgeschoss, man geht einmal im Quadrat um den Innenhof des Museums herum.

Einmal? Ich bin mehrfach im Kreis gelaufen, bin immer wieder vor den Fotos stehen geblieben, musste schmunzeln, war gerührt  und begeistert.

Was genau den Reiz der Fotos ausmacht, kann ich gar nicht fassen. Es geht um Menschen, denen man zu bestimmten (ehrlichen) Momenten auf den Fotos Maiers begegnet. Ihr Blick auf die Welt der 1950er und 1960er ist faszinierend.

Bisher wusste ich nicht viel über Vivian Maier. Im Museum kam sie relativ unprätentiös daher. Ihr Blick stand im Vordergrund und ich folgte ihm fasziniert.

Inzwischen habe ich die Dokumentation "Finding Vivian Maier" gesehen. Ihr ganzes geheimnisvolles Leben machen die Bilder natürlich noch faszinierender.

Und doch ist es die Ausstellung, sind es einfach die Bilder, die so eindringlich nachklingen.

Warum schreibe ich so ausführlich darüber? Einmal natürlich, weil ich gerade ein großer Fan der Bilder bin.
Aber auch, weil ich in diesem Fall finde, dass es gut war, dass ich ohne Vorwissen, ohne Didaktik und Begleitung einen ganz einfachen, simplen Zugang zu den Fotos hatte, denen ich gegenüber stand. Keine großen Erklärungen, einfach nur Szenerien, die auf mich gewirkt haben.

Das war eine, nein eigentlich waren es mehrere Entdeckungen für mich. Toll, denn ich liebe solche Überraschungen.
 

#artedutalk

Heike Roegler

Mittwochs bin ich zurzeit immer zwischen 20 Uhr und 21 Uhr vergeben. 

Meine tollen Kolleginnen Anke von Heyl und Anita Thanhofer hatten die grandiose Idee, auf Twitter einen Austausch zu initiieren.
Als @artedutalk laden die beiden zu "Twittergespräch für KunstvermittlerInnen, MuseumspädagogInnen sowie alle, die an Bildung interessiert sind" ein.

Die Themen drehen sich alle um die Vermittlung/kulturelle Bildung. Es gibt acht Fragen, die im Laufe des Gesprächs an alle, die dem #artedutalk folgen, gerichtet sind. Von Mittwoch zu Mittwoch sind mehr Gesprächsinteressierte dabei. Einige lesen nur mit, die meisten sind aktiv dabei. Der Austausch ist inspirierend und macht viel Spaß.

Aktuell hat sich eine #artedutalkminiparade ergeben, bei der man die Kolleginnen auf Snapchat und Instagram in ihrer Arbeit begleiten kann.

ich kann es nur allen empfehlen: Seid dabei!

Sharing is caring Extension Hamburg Opening Up! Building Connectivity through Cultural Heritage #sharecarex

Heike Roegler

Wer geht zu "sharing is caring"? Die Frage haben wir uns im Kollegium gestellt und ich habe gleich mal gerufen: Ich würde gerne!

Seitdem klar war, dass die Konferenz das erste Mal auch außerhalb Dänemarks, sogar direkt in Hamburg stattfinden würde, war ich sehr gespannt. 

Welchen Bezug habe ich dazu? Klar vor allem erst einmal mein persönliches Faible für alles Digitale im Bereich Kultur. Da passiert so viel Spannendes.

Und es gibt meine Begeisterung für meine Profession, dem Vermitteln von kultureller Bildung. Das heißt für mich, Inhalte (das, was meine Institution an Inhalten zu bieten hat) verfügbar zu machen, um mit Menschen in einen Austausch zu kommen und im besten Fall lernen wir alle voneinander. Denn Kultur ist lebendig.

Bei "Sharing is caring" war für mich also vor allem der Aspekt des Teilens, Austauschens für mich interessant. Zusammen angemeldet mit Kolleginnen aus der Social Media und vom Inventarisieren haben wir unsere Erwartungen ausgetauscht und waren gespannt auf den Tag. Allein unsere Interessen waren divers und doch irgendwie gleich, weil digital.

Was habe ich gehört und gesehen?

Simon Tanner hat in seiner Keynote sehr deutlich die Herausforderungen eines Austauschs formuliert und betone die kulturelle, soziale und akademische Bedeutung von Teilen. Seinen Weg zur Öffnung nach außen hat er sehr unterhaltsam und interessant geschildert.

So sind Archive für ihn ein ganz selbstverständlicher Ort, für viele Menschen sind sie es aber nicht. 

Die Frage für ihn war, wie kann sich so ein Ort öffnen? Und er stellte fest: Es gibt viel zu bedenken, will man sich so weit wie möglich nach außen öffnen. 

Ein Hauptproblem ist immer wieder die Sorge vor dem Kontrollverlust. Eine Veränderung begann für ihn auf seinem Weg mit dem Formulieren von Fragen auch nach innen (in die Institution hinein).

Dabei hat Tanner auch gelernt, dass Teilhabe die Forschung verändert. Vorbild und Hilfe war dieEuropeana.

Andrea Wallace hat sich der Geschichte der Reproduktion angenommen und formuliert sehr deutlich eine Apell an die Kulturinstitutionen: "Do it for the users." 

Ihr Thema ist Copyright in der Kultur. Sie ist Mitglied der Glasgower Forschungsgruppe CREATe, die sich mit einer Copyrightreform auf Grundlage des Verhaltens von Nutzern in der digitalen Zeit befasst. 

Wallace sieht Technologie nicht als Problem, sondern als Lösung an - indem sie in einer kreativen Industrie kreative Möglichkeiten für die Konsumenten bietet, in der kulturelle Produktion nur durch Zeit und Fantasie begrenzt sind.

Als ein Beispiel nennt sie den Rijksstudio Award, ein Design- und Kunstpreis, der auf Arbeiten der Museumssammlung basiert.

Douglas McCarthy hat in seiner Session Bereiche der Europeana Art vorgestellt, die nach Themen angeordnet ist, und den Launch von Europeana Photography angekündigt. Wunderbar, denn Fotos sind ein weiteres Faible von mir.

Seinen Weg beschreibt er ähnlich wie Simon Tanner als "360 degree experience"  - von einem "Collections manager for arts and photography" für private Sammler hin zur Europeana.

Interessant war auch, dass es über LinkedIn eine Gruppe gibt, die sich europeana4education nennt und einen inhaltlicher Austausch ermöglicht.

Friederike Fankhänel (Bildung und Vermittlung MKG) hat die vielen tollen Projekte des MKG vorgestellt, über die die Besucher in Austausch kommen können. Spannend ist das neue online Projekt "Bewegte Jahre. Auf den Spuren der Visionäre" - eine fiktive Geschichte, in der ein junger Reporter Europa um 1900 bereist und zum Zeitzeugen wird.

Beiden Vortragenden in diesem Panel gemeinsam ist, dass sie mit ihrer Arbeit Inhalte über Plattformen zur Verfügung stellen, die eigenständig genutzt werden können. 

Und schließlich der kurzweilige Workshop mit Mar Dixon. Nach dem kurzen Vorstellen ihrer Arbeit (@52Museums, #AskACuratorDay, museumcamp, Teens in Museums, ...) waren wir aufgefordert selbst kreativ zu werden. Es gab "Objekte" und die Aufgabe sie über verschiedene Plattformen zu kommunizieren. Ein herrliches Gekicher und viel Aktion im Raum. Ehrlich, wir haben sogar auf dem Tisch gestanden.

Was ist mein Fazit?

Teilen und austauschen ist wichtig, es ist spannend und öffnet viele kreative Wege. Eine Öffnung sowohl nach außen als auch nach innen ist dabei erforderlich - keine Kontrolle, sondern soziale Interaktion.

Es macht Spaß, dabei zu sein und in den Austausch zu kommen. Danke liebe Kollegen! 

PS: Der Austausch in den Pausen hat ebenfalls super geklappt. Ich habe mehrfach das Wort "Klassentreffen" gemurmelt gehört. Social Media sei Dank. :-)

"Aber das ist ja kein Buch!"

Heike Roegler

Dieser Ausruf erreichte mich am 8. Hamburger Kinderbuchtag , zu dem ich einen Vortrag zum Thema digitale Lesewelten halten konnte.

Ein verwirrender Ausruf und doch Anlass zur Freude. Ich hatte mein Anliegen transparent gemacht. Interaktive Geschichten und Apps sind etwas Anderes als Bücher. Es geht nicht um entweder oder, sondern um Ergänzen und auch verschiedene Aspekte der Leseförderung.

Was Apps sind, was sie können und was sie nicht können, wollte ich anhand von aktuellen Beispielen verdeutlichen.
Nach einer Einführung zum Thema und einer Austauschrunde sind wir eingetaucht in die digitalen Lesewelten.

Es ist wichtig, zu sehen - am besten selbst auszuprobieren - was es auf dem Markt gibt. Nur so kann man auswählen und finden.

Mehr zum Hamburger Kinderbuchtag ist auch in der Eselsohr Aussage vom Juni 2017 in dem Artikel "Zwei Tage im Zeichen von Lernen, Vernetzen, Diskutieren und Kreativsein von Katharina Pech " nachzulesen.

Das aktuelle kju Heft zum Thema Vermittlung

Heike Roegler

Nachdem in der Redaktionssitzung zum kju (dem Magazin der LAG Kinder- und Jugendkultur Hamburg) zum Thema Museum deutlich wurde, dass wir alle ähnliche Gedanken und Überlegungen zum Thema Vermittlung haben, egal aus welchem Kulturbereich wir kommen, entstand schnell der Wunsch, eine Ausgabe zum Thema "Vermittlung" zu machen.
Hier ist sie nun nachzulesen.
Viel Spaß!

Kinderschutzbroschüre der LAG Kinder- und Jugendkultur Hamburg

Heike Roegler

Ich durfte die Podiumsdiskussion moderieren, die and anlässlich der Veröffentlichung der Broschüre zum Kinderschutz in der kulturellen Bildung stattfand, die von der LAG Kinder- und Jugendkultur Hamburg herausgegeben wurde.

Die Broschüre bietet viel Material an, das genutzt werden kann, um eine Sensibilisierung für das Thema zu schaffen. Es ist ein wertvoller Anfang in dem Bereich Kultur, sich dem Thema zu nähern. Dass Interesse und Bedarf besteht, zeigte sich auch darin, dass die Veranstaltung mit vielen Kulturschaffenden gut besucht war.

Neben dem anregenden Gespräch auf dem Podium, kamen auch gute und viele Fragen von dem Plenum.

Alle waren sich einig, jetzt müssen Fortbildungen und vor allem der fachliche Austausch in den Einrichtungen folgen.

 

 

Digital Lesewelten - Über das gemeinsame Nachdenken zu dem Thema

Heike Roegler

Als meine liebe Kollegin Prof. Ute Krauß-Leichert von der HAW (Departement Information) mich fragte, ob ich im kommenden Semester etwas in ihrem Seminar zu „Digitalen Lesewelten“ anbieten mag, habe ich sofort begeistert zugesagt.

Meine Gedanken waren: Toll! Nicht nur ein Vortrag, gleich vier Termine in einem Seminar. Da hatte ich Lust zu: mehr Zeit, mehr Offenheit, vor allem mehr Praxis. Denn, und das hat mir besonders gefallen, alle Studenten hatten einen iPad mit Apps zur Verfügung.

Was sollte aber nun an den vier Terminen passieren bzw. thematisiert werden? Vier Mal über Apps sprechen, über interaktive Geschichten? Da ist doch noch mehr.

Ich habe laut angefangen nachzudenken und kam so ins Gespräch mit Benjamin Rabe. Als UX-Designer und Projektions-Künstler hat er eine andere Perspektive und so entstand schnell unsere Idee, gemeinsam Inhalte anzubieten.

Das Erste, was uns einfiel war die Frage, wie wird die Zukunft in den digitalen (Lese)Welten wohl aussehen? Für uns ist das ein spannender Gedanke und eine gute Gelegenheit sich mit den Studenten auszutauschen, die vermutlich eine andere Perspektive, weil jünger, einnehmen würden.

Oder lagen wir falsch? Was erwarten die Studenten eigentlich von uns? Ganz klar, wir mussten erstmal unsere gegenseitigen Erwartungen kommunizieren, uns kennen lernen und das Thema skizzieren.

Spaß macht es immer, selbst kreativ zu werden. Schließlich ging es uns nicht nur um das Konsumieren von Apps, sondern auch darum, selbst aktiv zu sein, eigene Erzählungen und Wege zu finden. 

Und was ist die Klammer des Ganzen? Die Frage nach der Funktion, nach dem was wir mit den Medien verbinden. Hier konnte ich den ganz persönlichen Rahmen meiner Arbeit einbringen, die Vermittlung oder kulturelle Bildung, die der Ansatz zu allem ist, was mir am Herzen liegt.

Und fertig war der Plan. So könnten die vier Termine Sinn machen. Von Woche zu Woche haben wir die grobe erste Planung verfeinert und für die nächste Sitzung vorbereitet.

Die Studenten haben in Arbeitsgruppen ebenfalls kurze Präsentationen erarbeitet und vorgestellt. Dazu kam der digitale Austausch von Protokollen, Präsentationen, Tipps und Hinweisen.

Das gemeinsame Denken und kreativ sein hat viel Spaß gemacht. Von Termin zu Termin wuchs die Begeisterung ein bisschen mehr. Ich habe viel entdeckt und gelernt. 

Unsere verschiedenen Perspektiven liefen alle auf das Gleiche hinaus: Es ist wichtig, die Zukunft vor Augen zu haben. Digitale Welten bieten neue Zugänge, bedürfen aber auch der Moderation. Den Spaß am Entdecken und Explorieren sollten man sich erhalten. Nur wer sich selbst folgt, kann agieren statt nur zu konsumieren.

Unser Themen waren
Tag 1„Jede Generation hat ihr eigenes Medium“
Tag 2 Kreative Apps
Tag 3 Kulturelle Bildung und Vermittlungsarbeit
4 Die Entwicklung der Interfaces weist den Weg in die Zukunft 

"The V&A offers a huge variety of ways to learn about and engage with ..." 

Heike Roegler

Ein Besuch im Learning Department des Victorian and Albert Museums

Im Februar hatte ich die großartige Gelegenheit einen Kollegen aus der Abteilung Bildung und Vermittlung im Victorian and Albert Museum zu besuchen.
Die Reise hat sich im Rahmen der Planungen zum neuen kju, dem Magazin der LAG Kinder- und Jugendkultur Hamburg ergeben, das das Thema „Vermittlung“ beinhalten wird.

Warum das V&A?
Das V&A ist das weltweit größte Museum für Kunst und Gewerbe. 1852, ein Jahr nach dem großen Erfolg der ersten EXPO („Great Exhibition of the Works of Industry of All Nations“ oder „The Great Exhibition“) gegründet, hatte es bereits in den Gründungsstatuten festgeschrieben, der Bildung der Arbeiterklasse ebenso zu dienen wie Kunst für alle zugänglich zu machen und Designer sowie Hersteller zu inspirieren.

Bildung und Vermittlung ist tief mit den Leitbildern des Museums verbunden, von Anfang an. Heute spiegelt sich diese Haltung in den vielen Angeboten und Programmen des Hauses wider.

Die Angebote richten sich an Familien, Schulklassen, an Grundschüler ebenso wie an Studierende, sprechen Lehrer an, bieten Erwachsenenkurse und Training für Berufe im Bereich der Kultur - national und international. Aber auch Laien können sich den Sammlungen über Angebote nähern.

Mit der Kombination von Kunst und Gewerbe werden die Besucher angeregt, einen eigenen Bezug zur Sammlung zu finden und nach Möglichkeit selbst etwas herzustellen.

Der Grundgedanke eines persönlichen Bezugs ist es auch, der der heutigen Vermittlung im Kulturbereich zugrunde liegt. Ganz allgemein versucht Vermittlung eine Kommunikation herzustellen, zwischen den Menschen und ihrem erfahrbaren Gegenüber - das können im Museum Objekte sein, das kann Musik sein usw. Es geht bei der Vermittlung um die vielfältigen möglichen Beziehungen und was Menschen daraus machen.
(Siehe auch: Qualitätskriterien für Museen: Bildungs- und Vermittlungsarbeit (2008))

Der Kontakt

Überzeugt (und mit theaterreifen Geschick) konnte ich dem Redaktionsteam des kju versichern, dass ich wohl einen Kontakt zum V&A herstellen könnte. 

Denn wie der Zufall will, kenne ich jemanden, die dort wahrscheinlich jemanden kennen könnte und wollte dann aber wirklich auch gerne mit. 

Arne Bachmann, der als Journalist für das kju den Artikel schreiben wollte, versicherte mir netterweise, dass er meine Begleitung nicht als aufdringlich empfindet und so ich habe Verbindungen aufgenommen.

Meine Kollegin Dr. Antje Schmidt aus dem MKG Hamburg war dann tatsächlich so lieb, mich mit Alex Flowers zu verbinden. Alex Flowers ist der Teamleiter der Digitalprogramme der Abteilung Bildung und Vermittlung. 

Ein paar wenige E-Mails später war die Reise geplant.

Lese ich sonst Reiseführer um mich auf einen anderen Ort vorzubereiten, bin ich also schließlich mit Vergnügen in den Webseiten des V&A versunken (meist mit einem guten Kaffee in der Hand).

Es gib dort in der Vermittlung noch die Bereiche Bildung und Besuchererfahrung, den Bereich für Erwachsene, Studenten und kreative Industrie, den Bereich Schulen, Familien und junge Menschen, den Bereich Barrierefreiheit und den Bereich Übersetzung.

Die Arbeit von so vielen Menschen für alle Bereich reflektiert einmal mehr die große Spannbreite der Programme. Sie richten sich an alle Altersgruppen, variieren in Dauer und Profession. Dabei können alle erdenklichen Themen und Inhalte, die das Museum bietet, vermittelt werden.

Alex Flowers war so freundlich, uns zu empfangen und seine Zeit mit uns zu verbringen. Er hat uns das Haus gezeigt, die Türen zu den Studios und Seminarräumen geöffnet, uns ins Theater gebracht, die Werkstätten gezeigt und uns einen Blick unter eines der Dächer werfen lassen.

Wir waren auch eingeladen, am Theaterprogramm teilzunehmen ("The strawberry thief", ein interaktives Stück nach einer SpieleApp, die in Anlehnung an ein Design von William Morris entstanden ist) und mit den Kollegen zu sprechen.

Ein Besuch der aktuellen Sonderausstellung "You say you want a revolution? Records and Rebels 1966-1970" war selbstverständlich ebenfalls noch drin. 
(Hierzu gab es ein tolles Vermittlungsangebot, Kinder und Jugendliche haben eigene Protestplakate entworfen und durch das Museum getragen. Und viele Schüler, so Alex haben nach dem Besuch der Ausstellung versichert, sie würden nun gerne Hippies werden.).

Ich kann gar nicht genug betonen, wie sehr ich mich über die Zugänge und Gespräche gefreut habe. So viel Zeit und Aufmerksamkeit ist nicht selbstverständlich und ich möchte mich dafür herzlich bedanken.

Was ich gesehen und mitgenommen habe

Arne hatte bereits vorab viele Fragen an Alex geschickt, sodass viel Zeit für kollegialen Austausch und Gespräch blieb.

Natürlich war ich schwer beeindruckt von all den schönen Angeboten und Möglichkeiten der Vermittlung. Nur halb im Scherz habe ich gesagt, dass ich gerne sofort im V&A arbeiten möchte.

Interessant war aber auch die Erkenntnis für mich, das V&A ist auch "einfach" ein Museum. Es gibt ähnliche Strukturen, Probleme, Pläne, Überlegungen usw. Die Gespräche waren Austausch auf Augenhöhe (was natürlich auch mit an Alex Höflichkeit gelegen haben mag).

Eine der besonderen Zielgruppen für die Vermittlung sind diejenigen, die bisher keine Museen besucht haben. In den Schulklassen sind z.B. diverse soziale Milieus vertreten, sodass Lehrer immer wieder betonen, wie schwierig es sei, sich mit den Klassen auf den Weg zu machen. Deswegen bietet das V&A viele Programme für Schulen kostenlos an, veranstaltet freitags zum Wochenende Feierabendtreffen für Lehrer (mit Wein) an. 

Während unseres Besuchs ist das Museum gefüllt mit Familien, es sind Ferien. Vor den Gemälden von Raffael, im Renaissanceraum sitzen Familien auf dem Fußboden und bauen aus Pappe Objekte, kleinere Kinder stecken Figuren zusammen, andere stehen an, um mit Licht zu malen und Fotos zu machen.

"Engagement" (ich finde Partizipation trifft die Übersetzung hier nicht ganz) wird groß geschrieben. Es gibt viele Möglichkeiten mit den Objekten in Kommunikation zu treten. Man kann thematische Aufgaben bekommen und Objekte sammeln, es gibt Angebote zum Storytelling, unterschiedlichste Workshops, einen digitalen Klassenraum (Makerbots und Scanner für Objekte, die zum Beispiel schon im Einsatz waren, ein Computerspiel daraus zu erstellen), die Möglichkeit beim Museumsmanagement mit zu arbeiten, selbstständige Programme wie Familien führen Familien, immer wieder einen Artist in Residence, Überlegungen die Besucher am Inventarisieren teilnehmen zu lassen usw.

Dahinter steckt der Gedanke, dass durch einen kreativen Zugang ein persönlicher Bezug zur Sammlung entsteht.

Zeitgemäß bleiben die Zugänge durch so etwas wie z.B. das Projekte Creative Voice. 16- bis 24-jährige planen hier gemeinsam mit dem Museum Veranstaltungen und denken sich neue Projekte aus.

Im letzten Jahr konnten Geflüchtete Kunsthandwerk im öffentlichen Raum im Museum herstellen und verkaufen. Sie haben auch gemeinsam einen großen Quilt genäht, der dann in der Ausstellung hing.

Das V&A biete als Museum einen großen öffentlichen Raum und lädt ein, Spaß zu haben, Themen zu entdecken, persönliche Zugänge zu finden. Es eröffnet u.a. über die Vermittlung Erfahrungsräume für die Öffentlichkeit und bleibt mit ihr so in Kontakt. 

Wer möchte nicht so arbeiten?

Ein paar Fakten
Ca. 400 Mitarbeiter
210000 Besucher der Vermittlungsangebote
Viele Angebote sind kostenlos.
Eintritt wird nur für die Sonderausstellungen gezahlt.

Über das Arbeiten in Museen

Heike Roegler

Zur Zeit teile ich mein Büro im Altonaer Museum mit Ulla. Sie ist eine liebe Kollegin aus Finnland und wir beide führen immer wieder spannende Gespräche über unsere Arbeit im Museum. 

Sie schreibt übrigens darüber in einem Blog :
"One thing is easy to notice: professionnalism, enthusiasm, and a will to share vocational experiences with others are things that I recognise both here and in my museum." 
Er ist sehr lesenswert!

Diversität in Kultureinrichtungen. Ein Workshop im Rahmen von Kultur öffnet Welten

Heike Roegler

Im Rahmen der bundesweiten Initiative "Kultur öffnet Welten" war ich zu einem Workshop eingeladen, um  über das Angebot "Augenblick mal" im Altonaer Museum, das sich an demenziell Erkrankte & Angehörige richtet, zu sprechen.

Ich habe mich sehr darüber gefreut, denn dieses Angebot ist ein Anliegen von uns, das Museum als einen Ort des gemeinsamen, schönen Erlebens für demenziell Erkrankte und ihre Angehörigen zu etablieren. Die Idee ist, aus dem Alltag heraus zu kommen und gemeinsam eine schöne Zeit zu erleben. Dazu gehören selbstverständlich auch Kaffee und Kuchen.

Das Altonaer Museum ist ein historisches Museum. Das heißt, wir haben Alltagsgegenstände in der Sammlung, die Erinnerungen und somit zu Gesprächsanlässen anregen können.
Der Dufke Laden - ein sogenannter gemischter Landhandel - ist so ein Beispiel, der  über Erinnerungen an Bonbons ein Gespräch über die Kindheit initiieren kann.

Das Programm braucht Geduld, denn es verbreitet sich nicht so einfach in der Öffentlichkeit. Doch wir haben inzwischen Fortschritte gemacht und durch das Programm weitere, neue Kontakte in den Stadtteil geknüpft, die weitere Kooperationen mit sich bringen.

Dadurch, dass das Programm keine klassische Führung ist, hat es auch untereinander Gesprächsanlässe gegeben. Der Weg durch das Haus bleibt offen und somit müssen wir es auch sein. Das ermöglicht neue Sichtweisen und eine Offenheit, für die ich mich bei den Kolleginnen, die sich darauf einlassen, bedanken kann.

Digitale Leseförderung

Heike Roegler

Durchblick in der Materialflut. Ein Workshop der AG Qualität in der Leseförderung des Lesenetzes Hamburg

Am 23. Januar 2017 hatte ich die Gelegenheit, einen Miniworkshop zum Thema "Digitale Leseförderung" anzubieten. Der Workshop diente zur Orientierung in der Fülle von aktuellen Angeboten zum Spracherwerb sowie der allgemeinen Orientierung in diesem Bereich.

Digitale Medien eignen sich ganz hervorragend zur Interaktion und regen an, sich mit seinen Lese-Aktions-Partnern auszutauschen undzu verständigen.

Dabei kann schon wenig Sprache ausreichen (je nach Auswahl der Geschichte). Die Kinder können selbst agieren, haben die Gelegenheit ihre Muttersprache ebenfalls zu nutzen und der Einsatz von Tablets bietet durchaus die Möglichkeit zur Bewegung. So kann man die Kinder leicht abholen und eine Situation schaffen, in der sie sich wohlfühlen.

Im PDF sind kurze Erläuterungen zum Thema sowie eine Liste von Apps zu finden, die ich für empfehlenswert halte. Diese Apps sind nicht immer in deutscher Sprache verfasst, was aber in der Nutzung mit den Kindern kein Problem darstellt.

 

#dico16 DIRETTISSIMA - THE CONFERENCE - TRANSFER IT.

Heike Roegler

Es war einmal ein Tweet der @Book_Fair mit dem Hinweis auf eine „Neue Medien- und Verlagskonferenz in München“ und die Bitte um einen Retweet. Meine Reaktion: Interessant! Und gerne! 

Womit ich nicht gerechnet habe, war: „Congrats! Gewinner der #dico16-Tickets … “ Das war eine schöne Überraschung. Ich hatte tatsächlich ein Ticket gewonnen. Natürlich habe mich sehr gefreut und gefragt, ob ich wohl tatsächlich dorthin fahren kann? Und was genau habe ich da eigentlich gewonnen?

Gute zwei Wochen später hatte ich ein Flugticket erworben, einen freien Tag organisiert und ab ging es nach München. Sogar mit Sonnenschein. 

So richtig viel Zeit zum Vorabeinlesen gab es nicht für mich und so hatte ich zwar ungefähr eine Vorstellung von der #dico16 (Danke für das Briefing liebe @WWecker) und trotzdem keine so ganz genaue Vorstellung, was mich da erwartete. Ein wirklicher Urlaubstag also mit Zeit zum Erkunden und Entdecken von Dingen, die interessant sind und Spaß machen, lag vor mir. Toll!

Die „Alten Kongresshalle“ war ein schöner und ehrwürdiger Ort für die Konferenz. Das Willkommen war entspannt, die vielen Dinge wie die Lounge, der Speaker Sessel, die Blumen, das Essen und die Getränke, die Galerie der Sprecher … alle haben dazu beigetragen, dass es eine angenehme Atmosphäre gab.

Die Talks haben mich mit ihrem breiten Spektrum an Themen überrascht und inspiriert.
Die DICO hatte sich selbst zum Ziel gesetzt, zum Austausch verschiedener Bereiche anregen. Ich finde, das ist ihr gelungen.

Hier folgt nun mein ganz persönlicher Rückblick auf die Konferenz und ihre Themen.

Talks zu Medien in der Arbeitswelt

Es ging z.B. um neue Arbeitskultur, in der Mensch, Raum und Technologie zu einer guten Teamarbeit führen. Marina Treude @marymicrosoft erläuterte das flexible Arbeitsmodell mit der Vertrauensarbeitszeit und dem Vertrauensarbeitsort bei Microsoft. Denn da man sich von überall vernetzen kann, ist Arbeit neu zu denken. Ganz wichtig dabei ist: Vertrauen! Vertrauen in die neue Arbeitskultur und Vordenker.

Auch @tandemploy setzt auf Vertrauen und Vernetzung und sieht enge Teamarbeit als Chance. Denn Teams, die sich gefunden habe, kommen zu schnelleren Entscheidungen. Flache Hierarchien und Vertrauen ermöglichen nach Tandemploy das Jobsharing mit hoher Flexibilität.

Talkrunde #dico16

Talkrunde #dico16

Tobias Schwarz @isarmatrose konnte den Aspekt „Vertrauen“ anhand seiner persönlichen Biografie bestätigen. Er erklärte in seinem Talk den „Fourth Space“, den vierten Ort der Arbeit neben dem Zuhause (Freiheit), dem Büro (Struktur) oder Café (Community): den Coworkingspace als Zukunft von Arbeit.
Vertrauen ortsunabhängig arbeiten zu dürfen, wird mit Verantwortung bezahlt. Dazu kommt im Coworkingspace die Professionalität aller am Ort Arbeitenden, die Serendipität hervorbringen kann, also Innovation dadurch, dass man an diesem Ort im Austausch mit den Menschen etwas finden kann, was man vorher gar nicht gesucht hatte. Schwarz’ Reise durch Europa und das Arbeiten an Coworkingspaces schilderte er dabei mit so viel Spaß, dass ich am liebsten auch gleich los gereist wäre.

Tobias Schwarz #dico16

Tobias Schwarz #dico16

 

Den Aspekt der Geschlechterverteilung durchleuchte Fiona Krankenbürger @Fotografiona mit ihrem Talk „Women in Tech“. Sie hat entgegen aller Stereotype, dass Computer nur was für Jungs sind, programmieren gelernt und spricht in ihrem Blog https://fionalerntprogrammieren.wordpress.com darüber. Interessant ist, dasssich erst seit den 1980ern, seit den PCs, der Anteil der mit Computern arbeiten Frauen so stark reduziert hat. In der Zeit der Homecomputer wurde ein Bild, nämlich das Computer etwas für Jungs sind, stark verbreitet und angenommen. 
Krankenbürger plädiert eindeutig dafür, diese Stereotype zu durchbrechen, programmieren zu lernen und aktuelle Vorbilder zu benennen.

Fiona Krakenbürger  #dico16

Fiona Krakenbürger  #dico16

 

Medien zwischen Arbeitswelt und Privatem

Anna Dushime @AnnaDushime arbeitet bei Buzzfeed und kennt die digitale Arbeitswelt gut. Über ihre ganz persönlichen Story aus ihrem Leben in Berlin erzählte sie in ihrem Talk „Help!“. Sie erzählte, wie sie einer Familie Geflüchteter aus Syrien begegnete und ihnen schnell, unkompliziert und gezielt durch die digitale vernetzte Gemeinschaft helfen konnte. Um den Begriff „Vertrauen“ auch hier wieder aufzunehmen, kann man hier das Vertrauen in das Netz zurück in die reale Welt gespiegelt sehen.

Anna Dushime #dico16

Anna Dushime #dico16

 

Talks zum Persönlichen in und mit den Medien

Richard Gutjahr @richardgutjahr prognostizierte einen neuen Trend, er ist nämlich fest überzeugt, dass Snaps die neuen Selfies werden. Aber noch ist es nicht so weit, mal ehrlich, fragte er: „Wer nutzt Snapchat? Und wer nutzt es aktiv?“
Da wurde anhand der Fingerzeige eindeutig eine Diskrepanz zwischen den Nutzern und den Aktiven sichtbar. Also: Noch nutzen wohl nicht so viele unter uns Snapchat. Aber wer würde nicht gerne? In den USA ist Snapchat bereits beliebtester Messanger. Das liegt vielleicht auch daran, dass man dafür nicht mehr als 10 Minuten Aufmerksamkeit braucht. Gutjahr hatte für diese Spanne ein sehr schönes Bild gefunden, einen Goldfisch, mit dem er sich verglich.
Und was ist Snapchat überhaupt? Die Erklärung von Gutjahr ist einfach: Fotos und Chats, raffiniert miteinander verwoben.
Welche Inhalte wie funktionieren, konnten wir ein bisschen anhand der tollen Beispiele erahnen, die uns Gutjahr in seiner sehr unterhaltsamen Präsentation zeigte. Klar, dass ich mir gleich ein paar der Tipps gesnapt habe und inzwischen mehrfacher neuer Fan bin. Wer ähnliche Tipps sucht, sollte sich mal auf snapgeist.com umsehen.
Snapchat hat interessanterweise und nach Gutjahr auch klugerweise die Monetarisierung gleich mit eingebaut. Es gibt „sponsored filters“, commercial lenses“ und man kann „replays kaufen“. Klar definierte Angebote eben.
Durch die Art der Präsentation ist snapchat privater. Im Vergleich dazu kommt Twitter für Gutjahr wie die DPA daher. Das macht es persönlicher und erklärt vielleicht auch die Stars, die Snapchat inzwischen hervorgebracht hat.

Richard Gutjahr #dico16

Richard Gutjahr #dico16

 

Um das Persönliche in den sozialen Medien ging es auch bei Ralph Guensch @felgenralle, dessen Thema die „1. Liga im Netz“ war. Als ehemaliger Fußballprofi berät er Kollegen zu ihrer Präsenz im Netz.  Denn, Social Media verkürzt die Distanz zwischen den Sportlern und den Fans.
Und auch in diesem Talk konnten wir auf sehr kurzweilige Art und Weise Beispielen aus dem Netz folgen. Gelungenen und weniger gelungenen Beispielen.
Werbung und Authentizität sind problematisch, aber durchaus möglich. Schlecht ist es, wenn der direkte Austausch fehlt. Hier reagieren die Follower schnell.

Ralph Guensch #dico16

Ralph Guensch #dico16


Wibke Ladwig @sinnundverstand hat sich ebenfalls der Personalität angenommen, aber aus einem spannenden weiteren Blickwinkel, nämlich „der digitalen Welt als Bühne“.
Gleich zu Beginn ihres Talks hat sie den Saal zum chorischen Sprechen gebracht. Wobei deutliche Unterschiede der Flügel in Schwung und Lautstärke auszumachen waren. Auf welcher Seite ich gesessen habe, sage ich jetzt hier aber nicht. :-)
In der Social Media Welt treffen wir auf den spiegelnden Menschen. Es geht laut Ladwig darum, eine eigene Wirklichkeit zu schaffen, eine Art digitale Szenografie. Wie auf den Bühnen geht es dabei um Gefühle und Gedanken, die eine Verbundenheit schaffen.

Ein Punkt, an den Klaus Eck @klauseck mit seinem Vortrag gut anschließen konnte.  Er erklärte, wie man „Mit digitaler Empathie Stakeholder“ erreicht.
Zunächst einmal verwies er auf einen ganz einfachen und doch so wichtigen Punk: „Wir sind digital und alles wird digital“. Klaus Eck betont dies so besonders, weil wir digital sind, das aber einfach nicht „wissen“ bzw. wahrnehmen.  Und doch verändert sich mit der Digitalisierung unsere Wahrnehmung.
Empathie entwickelt sich im sozialen Kontext, der aber im Digitalen verändert daher kommt, einfach weil sich unser Kommunizieren dort verändert (siehe @sinnundverstand, @richardgutjahr …).
Es geht also darum, den neuen Kontext zu verstehen, digitale Empathie zu lernen. Es geht darum, wie schon Wibke Ladwig sagte, die Kommunikation zu spiegeln (Beispiele finden sich auch im Vortrag von @felgenralle).
Wie das gehen kann? Schließlich erzeugt das Internet auch viele Missverständnisse. Man muss laut Eck online mehr für ein gemeinsames Verständnis kommunizieren. Es gibt Hilfen, z.B. den # , der für einen gemeinsamen Kontext steht. 
Jeder Inhalt bietet die Chance, Nähe herzustellen. Das heißt aber auch, für digitale Nähe muss man sich selbst präsentieren (siehe @felgeralle „Authentizität“). Das erzeugt oft Angst vor Kontrollverlust.
Eck verweist auf „Empathie-Maschinen“ wie Snapchat, Facebook oder Twitter. Denn für ihn gehören Networking und digitale Empathie zusammen. Es geht darum, die Perspektive des Anderen einzunehmen und uns selbst digital erreichbar zu machen. Denn ohne eine Persönlichkeit kann es keine Empathie geben.

Um die Persönlichkeit, die hinter einem Blog steht, ging es auch bei Theresa Lachner @lvstprinzip, die in ihrem Talk „Schnitzel oder Blowjob“ über das emotionale Branding sprach. Lachner als Journalistin aus den Printmedien kommend betreibt den Blog www.lvstprinzip.de, auf dem sie „mit dem Sex“ und nicht über ihn redet. Es geht ihr auf dem Blog um keine Bewertungen, sondern ganz einfach um ihre persönliche Ansicht zu verschiedenen Themen rund um den Sex. Die Reaktionen, die sie bekam, hatten alle einen gemeinsamen Nenner: endlich.
Lachner, in den Printmedien ebenso wie in den sozialen Medien zuhause, sagt, dass Bloggen viel direkter (und damit persönlicher) als der Printjournalismus ist. Nischen sieht sie sogar als Vorteil an, denn dort ist eine Verbindung zu Anderen - mit gleichen Interessen - möglich. „Es gibt dort draußen immer mindestens einen Freak, der genauso denkt wie du. Das ist das Tolle an social media.“ Und von guten Freunden nimmt man gerne einen Tipp an.
Auch hier ist wieder festzustellen, dass Ehrlichkeit die Verbindung schafft. Um es mit Lachner zu sagen: „Ihr werdet den richtigen Leuten gefallen.“

Und was verändert sich trotz einer digital vernetzten Zeit nicht? Das „echte“ Treffen, also in Person, das ist immer noch unschlagbar fand Leander Wattig @leanderwattig. Daher stelle er sich die Frage, wie man „Mit Vernetzung Zukunft gestalten“ kann.
Er hat „was mit Büchern gemacht“, den Virenschleuderpreis  erfunden, den Orbanism Space initiiert.
Warum bloggt er nicht einfach „nur“, zeigt content? Wattig ist sich sicher, dass persönliche Treffen bleibt auch in der Zukunft unschlagbar. Aber Technik und ihre Nutzung kommen dem immer näher (siehe @marymicrosoft). Die Tools oder auch die „Empathie-Maschinen“ wie Eck sie nennt, schaffen immer mehr Annäherungen. Wattig hat sich also gefragt, wie man solche Bindungen aufladen kann, wie also eine Reichweite erzeugt werden kann? Seine Antwort ist einfach: durch persönliche Verbindungen.
Die Innovation entsteht durch die Neukombination. Events müssen auf den Menschen hin Design werden. Der emotionale Rahmen entsteht am besten durch Echtkontakt.
Daraus entsteht das Fazit: Jedes Unternehmen ist ein Medienunternehmen. Jedes Medienunternehmen muss Veranstalter sein.

Leander Wattig #dico16

Leander Wattig #dico16

Und ich so?
Ich habe nicht alle Talks hören können, aber die, die hier aufgezählt sind, waren alle sehr inspirierend. Ich finde es spannend, wie sich Mensch, Raum und Technik mischen, wie wichtig dabei Vertrauen und Persönlichkeit sind. Vielen Dank #dico16 für die Möglichkeit zum Austausch, die Anregungen, sich Veränderungen bewusst zu machen. Ich habe Lust auf mehr! Snapchat nutze ich seitdem auf jeden Fall schon mehr.

PS: Und noch etwas ...
Ich war noch nie auf einer Konferenz, auf der es eine Whiskey-Verkostung gab. Chapeau! Das war klasse - und lecker sowieso.

DIE KALIFORNISCHE HERAUSFORDERUNG

Heike Roegler

Ein Symposium als eine Initiative der ZEIT-STIFTUNG

Die Einladung
Da kam der vielversprechende Link per E-Mail für ein Symposium zu Themen wie „Zukunft“, „Technologie“ und „Digital“ mit Beiträgen von Mercedes Bunz, Richard Barbrook, Sascha Lobo, Tomáš Sedláček und Aral Balkan. Teilnahme kostenfrei! Toll, da wollte ich gerne rein schauen. Anregungen finden, reden, nachdenken.

Der Ort
Ort der Tagung war Kampnagel. Das passte, denn neben den Keynote wurden auch Performances und ein Filmprogramm sowie Workshops und Diskussionen der Bucerius Lab Fellow Projekte angeboten.

Das Ankommen
Das Ankommen war leicht ungewohnt. Keine Anmeldung, wer mochte, konnte einen Aufkleber mit Namen beschriften (was schreibe ich denn da drauf? Meinen Twitteraccoont? Meinen Blog? Meinen Namen?…). Dazu gab es eine Papierkarte für Feedback - anzuhängen an eine Wand, auf der das Programm ebenfalls auf Papier zu finden war. Interessant! Absicht?

#BuceriusLab?
Im Saal eine große Projektion des Symposium-Motivs, ein Sonnenuntergang mit Blick auf das Valley aus der Vogelperspektive. Zu sehen war auch noch ein Hashtag, oder? Hm. Schwer zu lesen bzw. in welcher Reihenfolge war das zu lesen?
Der Hashtag stiftete dann noch eine Weile Verwirrung. Gab es ihn nun wirklich und hatte man ihn richtig interpretiert? Es war schließlich Mercedes Bunz, die der Verwirrung Abhilfe verschaffte und den Hashtag vor ihrer Keynote benannte.
Leider fand sich im Laufe der Tagung aber niemanden des Bucerius Labs, die sich auf Twitter zu den vielen interessanten Kommentaren geäußert haben. 

Twitter_Hashtag

 

Die digitale Herausforderung
Michael Göring, Vorsitzender des Vorstands der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius, benannte die kalifornische Herausforderung als Metapher für die digitale Herausforderung, der wir uns in der Übergangszeit von Industriegesellschaft zu Wissensgesellschaft zu stellen haben. Es braucht seiner Meinung nach neue Regeln. Fragen nach welchen Rechten und Werten wir leben wollen seien wichtig, um nicht einer Herrschaft einer kleinen Digitalelite zu unterliegen.
Er kündigte zu diesem Hintergrund drei Themenfelder des Symposiums an:
Welches Verständnis von Fortschritt gibt es? Was ist die Herausforderung? Und: Wohin führt sie? Zum Abschluss zitierte Göring den Medienwissenschaftler N. Postman indem er auf die Denkansätze und Handlungsmodelle der Aufklärung verwies.

Technik spukt
Mercedes Bunz bewegte sich zunächst auch in der Vergangenheit, aber einer jüngeren. Sie zeigte die Entwicklung des Internets sowohl in den USA als auch in Europa. Das Netz nahm demnach anfangs unterschiedliche Wege, was die verschiedenen Umgangsweisen mit ihm heute in Europa und den USA erklären kann.
In ihrer Keynote „Zur Rolle digitaler Technologie in der Geschichte und Gegenwart“ führte Bunz dabei aus, dass Technik nach Ansicht vieler „spuken“ kann. Sie wird von Menschen gemacht und folgt doch einer eigenen Logik. „Menschen handeln, Digitalisierung geschieht“. 
Sie zeigte anhand mehrerer journalistischer Beiträge auf, dass wir in Deutschland oft „das Internet verdächtigen und uns vernetzt und verraten fühlen.“ 
Das Problem, das sie dabei sieht ist, dass "die Befindlichkeit gegenüber der Technologie ... nichts an der Nutzung" ändert. Interessanterweise nutzen beispielsweise in Deutschland über 90% Google während es in den USA nur knapp 70% sind. Ein Paradox, das Bunz umtreibt: Warum ist das so? Ihre Untersuchungen haben ergeben, dass tatsächlich unsere negative Einstellung uns davon abhält, sich einzumischen. „Unser Verständnis von Technik steht uns im Wege nicht die Technik selbst.“ Dabei wäre gerade eine Hinwendung zur Technik notwendig!

Make business cool
Barbrook treibt das Entrepeneuerwesen um. Er machte in seiner Keynote eine Zeitreise in die in die Zeit des Zusammenbruchs der Sowjet Republik, denn mit dem Zusammenbruch des Kommunismus wurde auf einmal so etwas wie ein Weltmarkt attraktiv. Der amerikanische Neoliberalismus stieg auf. Dabei waren es die Möglichkeiten der Informationsgesellschaft und der neuen Technologien, die in Kalifornien der 1990er entstanden, die einen Glauben an emanzipatorische Möglichkeiten aufkommen ließen.
Plötzlich konnten die ehemaligen Hippies beides haben: „they were regarded as an alternative person and make money“. Barbrook kritisiert die Kalifornische Ideologie, diesen „neuen Glauben“, der seiner Meinung nach durch die Verschmelzung der Künstlerisch-Kreativen aus San Francisco und dem Silicon Valley entstand. Diese Ideologie basiert auf der Fortentwicklung der Hippie-Bewegung, in der der Glaube herrscht, dass der technologischen Fortschritt die liberalen Prinzipien zur gesellschaftlichen Tatsache macht. Indem alle ihre Meinung ohne Zäsur und Angst äußern können, würde die Macht von Unternehmen und Regierungen gebrochen werden. 
Doch dieses Ideologie (Barbrook benennt dazu eindeutig das Internet) basiert seiner Meinung auf einer „Jeffersonian Democracy“, was bedeutet, dass die Freiheit (des weißen Volks bzw. der High-Tech-Elite) auf Sklaverei (dem elektronischen Marktplatz) basiert.

Dritte Orte
Lena Clausen befasste sich mit dem Kommunismus und unternahm ebenfalls eine kleine Zeitreise. Sie machte dabei Orte ausfindig wie das Zuhause und den Arbeitsplatz alls erste und zweite Orte. Als gegenwärtig und wichtig im Umgang mit der Kalifornischen Herausforderung benannte sie die dritten Orte. Das sind Orte, die durch die Digitalisierung befähigt werden und dabei neutral sind, weil sie lediglich zum Austausch anregen sollen.
Lena Clausen machte auch auf ein Zeitparadoxon aufmerksam. So möchten wir in Deutschland immer schneller digitalisieren und gleichzeitig sind uns die Kalifornier damit zu schnell.
Auch sie zeigt also wie Mercedes Bunz das Problem der kritischen Haltung und der Handlungsunfähigkeit auf. Eine Herausforderung, die nur gelöst werden kann, wenn man sich ihr stellt.

Wie man damit umgehen kann, hat Aral Balkan gezeigt.


Ethical Design
Auch Balkan griff das Motiv der Sklaverei auf, wenn er sagt „if we need emancipation it means we are enslaved.“ Dazu stellte Balkan die Frage, wem persönliche Daten gehören und wer sie kontrolliert? Die Entscheidung dazu haben wir alle schon längst gefällt.

Balkan nennt diese Art von Kapitalismus den Überwachungskapitalismus und nennt es das Business Model des Silicon Valley.


Klar, dass man so schnell auf Rechte kommen kann, die doch den Einzelnen zustehen sollten. Balkan verwies dabei jedoch zurecht darauf, dass „legistive solutions means you need to know the nature of the self“. Sehr anschaulich zeigte er auf wie wichtig es ist, die persönlichen Rechte zu erweitern. 

Im Prinzip scheint das alles einleuchtend und trotzdem fragte auch Balkan (wie auch schon Bunz und Clausen): „Why aren’t we regulating?“ Und forderte: „We have to stop being useful idots.“ Seine Lösung lautet „Design“. Dabei versteht Balkan unter Design mehr als „Schönes“. Für ihn ist „Design is everything going into making a product“.

Balkan präsentiert als seine Lösung das Ethical Design, in dem es darum geht „to respect the people we are building for.“ Das ist holistisch gemeint. Es geht nicht darum, was die Designer tun, sondern um das gesamte System von Werten und Prozessen ethischer Organisation.
Ganz wichtig dabei, Produkte und keine Menschen bzw, deren Klon zu verkaufen.

Fazit?
Trotzdem ich bei weitem nicht an allen Panels teilgenommen habe, möchte ich ein kleines, subjektives Fazit wagen.
Fange ich bei der Herausforderung an: Ich glaube, die kennen die meisten von uns und nehmen sie irgendwie als ein Problem wahr. 
Vor allem der Vortrag von Mercedes Bunz und ihre Frage, warum wir gerade besonders in Deutschland so kritisch gegenüber dem Digitalen und gleichzeitig so unkritisch Digitales nutzend sind, hat mir einen pointierten Hinweis auf mich selbst gegeben. Ich muss mich selbst fragen: Wie komme ich Technik nahe und kann gestaltend dazu beitragen? Eine gute Antwort scheint mir dabei das Ethical Design von Aral Balkan zu geben.
Ich denke, es ist noch viel zu früh, ein historisches Fazit über die digitale Herausforderung zu ziehen. Das werden wahrscheinlich Generationen nach uns beurteilen müssen. Trotzdem ist es gut, zurück zu schauen und darüber nachzudenken, warum die Dinge so sind, wie sie sind. Wie kommt es zu einer „kapitalistischen, plattformbasierten Echtzeiteffizienz“ (um auch noch Sascha Lobo zu zitieren)?

Alleine kann man solche Fragen nicht beantworten. Gut ist es, darüber in einen Dialog, einen Austausch zu kommen, um sich selbst zu verstehen und handeln zu können.
Das Bild von Aral Balkan mit dem Bullshitbaum, dem anderen Baum und der wichtigen Brücke zwischenn beiden gefällt mir dazu sehr. 

Mein Fazit: Mach’ was draus. Vielen Dank für die vielen guten Ideen! 


PS: Mein Feedback habe ich aber dann doch nicht analog abgegeben.

 

Fast Fashion. Slow Fashion.

Heike Roegler

Ausstellungsplakat

Fashion als Thema? Ja, aber nicht nur.

Das Thema war Mode und die Art und Weise, wie sie produziert wird. Die Aufgabe, die Anna M. Tränkner uns dieses Mal gestellt hat, war, Fotos zu Fast Fashion und Slow Fashion zu machen. Spannend!
 
Mode, die schnell vom Laufsteg in die Kaufhäuser gelangt. Trends, die quasi gleich für jedermann kaufbar sind, erfordern schnelle Produktionen und sollen möglichst bezahlbar sein. Ca. 6 verschiedene Saisons pro Jahr. Kleiderschränke die gefüllt sind und in denen Platz geschaffen werden muss.

Oder:

Mode, die nicht den Saisons folgt, die ursprünglich vor allem gegen die Massenproduktion gerichtet war, die inzwischen aber viele Facetten trägt. Upcycling, fair trade, selfmade, second hand ...

Zeit für Recherche, Zeit Bilder zu schauen. Und ein sehr plausibler Anlass diverse Modezeitschriften zu kaufen.

Auch Ausstellungen hatten etwas zum Thema zu bieten. Die Fast Fashion Ausstellung im Museum für Kunst und Gewerbe und die Sarah Moon Ausstellung in den Deichtorhallen. Erstere gab Informationen zu den Hintergründen, letztere war ein sinnlicher Farb- und Geschichtenrausch. 

Ich habe mich dem Thema Fast Fashion über meinen Kleiderschrank angenähert. Zuerst musste der Schafwollpullover aus Irland ausgebreitet und fotografiert werden. Dann ging es in der Zeit immer weiter zurück. Eine Tasche aus den 1920ern, Wäsche aus der gleichen Zeit, der Hochzeitsmantel meiner Mutter aus der Zeit Ende der 1960er .... Hatte ich die Sachen in den Händen, kamen die Ideen zu inszenieren. Was für ein Spaß!

So war es auch zu den Experimentiertagen.
Ein Tag mit den Seidenkleidunikaten der Modedesignerin Ines Wiese (vielen Dank für das Ausleihen und Begleiten!) - Kleider, deren Seidenstoffe mit Motiven der Künstlerin bedruckt werden. Farben die leuchten. Ein Model mit roten Haaren (vielen Dank, Lena für deinen tollen Einsatz!) und ein Gewächshaus im Herbst. 
Klar hatten wir uns vorher Gedanken gemacht, was wir wie fotografieren könnten. Und dann ging doch beinahe alles ganz von selbst. Ort, Farben, Model Kleid. Die Bilder haben sich beinahe selbst zusammen gefügt. Und dann kamen auch noch die Bienen und haben mitgemacht. 

Und dann ein Abend im Textillager der Firma Wenkhaus (Altkleider, Recycling). Dunkle, staubige Hallen, gefüllt mit teilweise bunten Stoffballen als Kulisse und ein Model (nochmals Danke liebe Lena!), das dazu im Gegensatz gestrahlt hat.

Ein schönes Thema, bunt und fordernd, gab es doch so viel gleichzeitig zu denken. Heraus gekommen sind viele tolle Fotos der Gruppe! Wer mag ist herzlich eingeladen, die Ausstellung anzuschauen. Sie hängt noch eine Weile in den Räumen der VHS an der Schanze.